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Thorben Willers
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Landkreis Wesermarsch
Fachdienst Umwelt
Zimmer: 318

Mo.-Do.
08.30 Uhr – 12.00 Uhr &
13.00 Uhr – 14.30 Uhr
Fr. 8.30 Uhr – 12 Uhr

Große Angelkuhle

Der Bereich des Kompensationsgebiets „Große Angelkuhle“ in der Gemeinde Ovelgönne liegt innerhalb eines ursprünglich zusammenhängenden Hochmoorkomplexes mit Torfmächtigkeiten von bis zu 10 Metern. Nach verschiedenen Phasen der Abtorfung sind die Flächen heute stark degeneriert und weisen nur noch Reste von moortypisher Vegetation auf. Der Name »Große Angelkuhle« entstand, weil noch vor 100 Jahren ein 4 Hektar großer Moorsee existierte, der heute vollständig verlandet ist. Zur Blütezeit im August lässt sich hier noch die gefährdete Moorlilie (Narthecium ossifragum) bewundern.

Zu Kompensationszwecken wurden von 2013 bis heute bereits viele Gestaltungsmaßnahmen zur Aufwertung des Gebiets vorgenommen und es sind weitere geplant. Die Maßnahmen zielen vorwiegend auf die Entwicklung von Moor-Initialstadien durch Abtrag des nährstoffreichen, vererdeten Oberbodens oder die Entwicklung von Moor- und Bruchwäldern durch Anpflanzungen vorwiegend von Moorbirken, Schwarzerlen und Stieleichen ab. Für beide Ziele ist ebenfalls die Verbesserung des Wasserhaushalts entscheidend. Daher wurde die Entwässerung durch den Verschluss von Gräben, Grüppen und Drainagen auf den bereits renaturierten Flächen gestoppt. In Teilbereichen konnten sich daher schon Schmalblättriges und Scheiden-Wollgras, Torfmoose wie das Sumpf-Torfmoos, das Gewimperte Torfmoos, das Trügerische Torfmoos und das Spieß-Torfmoos insbesondere als flutende Art in den Verlandungsbereichen der Stillgewässer sowie die Glockenheide entwickeln und insgesamt ist die Vielfalt unterschiedlicher Biotoptypen deutlich gestiegen.

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Durch die beschriebenen Maßnahmen zur Aufwertung des Moores verringert sich die CO2-Freisetzung im Boden. Daher wird durch die Tätigkeiten der Flächenagentur auch ein wichtiger Beitrag zum Natur- und Klimaschutz geleistet.

Von Wanderwegen (LINK) aus, lassen sich Eindrücke der umgesetzten Maßnahmen gewinnen und die naturschutzfachliche Entwicklung des Gebiets erleben. Im südlichen Teil verläuft ein Weg auf dem 3 km langen Teilstück des alten Bahndamms. Der alte Bahndamm, der Ende des 18. Jh. errichtet wurde, verband Brake mit Oldenburg. Der Personenzugverkehr wurde bereits 1961 eingestellt. Inzwischen sind alle Schienen entfernt und der Weg für die Öffentlichkeit begehbar. Durch Erweiterungen des Wegenetzes besteht nun ein großer Rundwanderweg durch das Gebiet und lädt zum Verweilen ein. An vielen Punkten kann man auf Bänken und in einer Schutzhütte rasten.